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Flaws in iX article about "Semantic Web versus Web 2.0"

The title says it all.
The iX article Denny and I mentioned recently stirs up some discussion. Patrick Danowski asks for some details about the flaws in the article. I wanted to comment on his blog, but it turned into a whole post which I'll just copy below (bah, in german again):

Man muss jedem SemWeb-kritischen Artikel sicherlich dahingehend zustimmen, dass die Vermarktung und Informationsversorgung bisher nicht sonderlich gut organisiert ist. Dementsprechend ist es nachvollziehbar, wenn ein Wenig-Involvierter wie Cai Ziegler falsche Schl�sse zieht. Hoffentlich wird dies die gerade gegr�ndete Semantic Web Education and Outreach Interessensgruppe des W3Cs �ndern.

Das Hauptproblem besteht darin, dass Cai Ziegler die Herangehensweise des Semantic Webs nicht vollst�ndig verstanden zu haben scheint (oder lediglich Spa� an Flamewars hat). Es geht nicht darum, einen "Nachfolger" des Webs zu entwickeln. Vielmehr versucht die Semantic-Web-Initiative, Technologien zu spezifizieren, mit denen sich die Inhalte des bestehenden Webs besser weiterverarbeiten lassen (insbesondere, indem die Semantik explizit gemacht wird). Wenn nun das bestehende Web (nennen wir es spa�eshalber mal "Web 2.0") Informations-Quellen wie Folksonomien oder Microformats hervorbringt, hat das mit dem Kerngebiet des SemWebs (explizite Semantik) gar nichts zu tun. Vielmehr vergr��ert es den Pool an Daten, auf die evtl. sp�ter mit SemWeb-Tools zugegriffen werden kann. Ein aktuelles Beispiel, das dieses "versus"-Argument sehr sch�n ad absurdum f�hrt, ist ein Entwurf der GRDDL-Arbeitsgruppe, in der die RDF-Community zusammen mit der Microformats-Community an der Spezifizierung eines Mechanismus' gearbeitet hat, Microformats in RDF zu transformieren, um sie dann mit der Abfragesprache SPARQL zu integrieren. Die Semantic-Web-Vision (so man denn von einer sprechen m�chte) erstreckt sich �ber etliche Schichten, die alle auf "normalen" Web-Techniken (IRIs, HTTP, etc.) basieren. Ob man sich mit automatisierten Agenten 'rumschlagen m�chte, kann man sich in 10 Jahren �berlegen, dass bei einer Darstellung des Semantic Webs immer der komplette Layer-Stack gezeigt wird, ist sicherlich nicht besonders klug. Die eigentlichen "Semantik"-Schichten sind vielleicht nicht trivial, aber auch nicht viel komplizierter als die Programmierung eines Atom-Stores oder universellen Microformat-Parsers.

Ein paar konkrete Fehler im iX-Artikel:
  • im Kontext des oben genannten ist die Aussage "jeder auf seine g�nzlich eigene Art" unsinnig. Entweder man ist vern�nftig und versucht nicht "Maschinen-interpretierbare Daten im Web" mit "Der Anwender im Mittelpunkt" zu vergleichen, oder man f�hrt den Vergleich auf technischer Ebene durch und erkennt, dass kein Widerspruch besteht.
  • die ganze Zeit wird im Artikel versucht, einen Interessenskonflikt zu konstruieren ("Erbfolgezwist", "Oberhand" etc.), gleichzeitig rudert der Autor wieder zur�ck, und behauptet, die Entw�rfe k�nnten voneinander profitieren. Was denn nun?
  • Zum Ontologie-Spektrum von RDF (und RDF ist nicht einmal mit dem Semantic Web gleichzusetzen) geh�ren derzeit SKOS, RDFS, und OWL. Mit SKOS lassen sich Folksonomien, mit RDFS Hierarchien, und mit OWL relativ komplexe Modelle darstellen. Cai Ziegler konstruiert ein Taxonomie-versus-Folksonomie-Argument (und definiert hierbei Taxonomien auch noch falsch als reines "is-a"-Modell) und schlie�t, dass Taxonomien nicht funktionieren, Folksonomien aber schon, diese aber nicht SemWeb sind. Au�erdem behauptet er, eine Ontologie m�sse eine Dom�ne umfassend definieren und kapseln. Aber genau das ist es ja, was mit Web-Ontologien (SKOS, RDFS oder OWL) gerade nicht n�tig ist.
  • Queso (ein RDF-basierter Atom-Store), eigene Erfahrungen bei der Kombination von Microsofts LiveClipboard mit SPARQL, RDF-basierte Web-CMS und auch die Kombination von Microformats+eRDF+SPARQL machen meines Erachtens eine Menge Sinn und zeigen einiges an Potential. Leider hat Cai Ziegler von diesen aktuelleren Entwicklungen nichts mitbekommen, aber wie gesagt ist ihm da kein Vorwurf zu machen, das Marketing m�ssen wir SemWebber dezent verbessern.
  • "Der gro�e Wurf blieb aus": Noch so ein politisch gef�rbtes Statement. SPARQL, welches die ganze RDF-Welt erst dem Normal-Entwickler zug�nglich macht, zusammen mit SKOS, das Trends wie Folksonomien aufgreift, sind noch mitten im W3C-Prozess. Auch eRDF und GRDDL f�r Microformats sind relativ neu. Die Vergangenheitsform ist sicherlich nicht angebracht. Gegen das "die brauchen schon ewig"-Argument kann man schmunzelnd anf�hren, dass das "Web 2.0" ja auch nicht quasi �ber Nacht entstanden ist (wie gerne behauptet wird). Lediglich der Name ist noch relativ (mittlerweile auch schon wieder 2 Jahre) jung. Kurz vor dem Dot-Com-Doom waren doch bereits myBlaBlaBla-Portale der (vermeintlich) gro�e Renner (der Anwender im Mittelpunkt), Amazon's "Collective Intelligence" gibt's seit 1999, eBays Longtail-Ausnutzung und Ratings seit 1996. Blogs und Wikis sind uralt. Ich habe 1999 selber f�r ein Startup gearbeitet, das so etwas wie Netvibes entwickelt hat (damaliger Marktf�hrer war onepage.com). Es dauert immer, bis sich technische Entwicklungen durchsetzen. Der Ruf nach mehr offenen Daten ist erst in j�ngerer Zeit lauter geworden. Der "gro�e Wurf" konnte also wohl eher noch gar nicht stattfinden.
  • "Weblogs sind Web 2.0". Richtig, und nutzen strukturierte Formate zur Syndizierung. Ein weiteres Beispiel f�r die Absurdit�t der "Versus"-Debatte
  • Semantische Erweiterungen f�r Wikipedia werden als "noch keins in der Phase der Umsetzung" bezeichnet, was ja auch irgendwie suggeriert, das das Ganze nicht funktioniert (hat). Ist aber auch alles noch brandneu und ein sch�nes Beispiel, wie sich SemWeb-Ans�tze an vielen Stellen mit relativ wenig Aufwand integrieren lassen.
  • Tagging vs. RDF (im del.icio.us-Kontext): siehe SKOS, selbst das "rel-tag"-Microformat ist nur ein paar Zeilen Code von RDF entfernt.
  • "Folksonomies stehen im krassen Gegensatz zu [...] den Grundfesten des Semantic Web": Das ist nun leider v�llig falsch. Ob ich statistische Auswertungen �ber gesammelte Tags durchf�hre oder nicht, ist unabh�ngig von Semantic-Web-Technologien. SKOS-Folksonomien w�rden aber z.B. die Zusammenf�hrung ausgew�hlter Tags �ber Service-Grenzen hinweg (z.B. del.icio.us und flickr) erm�glichen (Erweiterung/Erg�nzung des bestehenden Webs, nicht Ersatz!). Und wer mal mit 'nem Viel-Nutzer von del.icio.us gesprochen hat, wird feststellen, dass bessere Strukturierungsm�glichkeiten und Portabilit�t der Tags auf der Wunschliste ganz oben stehen. Hoppla.
  • "Web 2.0 schl�gt das Semantic Web auf eigenem Boden". Hierf�r wird DMOZ als Beispiel angef�hrt und erneut das inkorrekte Taxonomie-Beispiel als Begr�ndung verwendet. DMOZ ist nur leider nicht wirklich ein SemWeb-Projekt, das verteilte Informationen integriert, sondern ein zentralisiertes Verzeichnis (das lediglich eine veraltete RDF-Version als Export-Format verwendet). Es fehlt auch das Gegenbeispiel. Falls del.icio.us gemeint ist: dieses exportiert seine Listen als RSS und verwendet spezielle Auszeichnungen, um Tags in den Feeds explizit zu machen. Wunderbarer Input f�r ein semantisches Web.
  • "das mit dem Begriff Semantic Web assoziierte Gedankengut in seinen Grundfesten ersch�ttert". Abgesehen von der schr�gen Formulierung zeigt sich hier wohl eher, was Cai Ziegler mit Semantic Web assoziiert, und leider f�hren derartige Artikel dazu, dass noch weniger Informierte diese Assoziationen �bernehmen.
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ZGDV Talk: Semantic Web and Web 2.0

Talk at ZGDV Darmstadt about Semantic Web and Web 2.0
pipe dream vs. piece of jargon There is a lot of Web 2.0 media buzz at the moment, many people seem to feel a presence [of enthusiasm] they haven't felt since... well, Obi-Wan Dot Com, I guess.

However, there also seems to be a misconception about Web 2.0 (whatever that term may mean to you) "replacing" the Semantic Web effort, or that - as written in an article in the current iX issue - the Semantic Web "was a failure", and "lost against" Web 2.0.

Yesterday, I gave a talk (slides, mostly in german, I'm afraid) at a ZGDV Conference in Darmstadt and tried to demystify this SemWeb "versus" Web 2.0 perception a little bit. I tried to show that the concepts are not that easy to compare really, that the technology behind actually follows common goals, and that the whole discussion shouldn't be taken too seriously. Of course there is a mind share (and developer market) contest, but that's more or less all it boils down to when you analyse the "competition". See for example the rather childish "we are lowercase semantic web" claim of microformats. They are cool, pragmatic, and completely in line with the Semantic Web idea ("semantics for structured data on the web"). Hopefully we'll soon see some apps that demonstrate how the whole market could gain a lot if people would work together more actively (the GRDDL activity is a great example) instead of wasting their energy in politics (IMOSHO).

The talk itself went fine (I think), too speedy towards the end as I ran out of time (as usual), where I surely lost a few people. But feedback was positive (as opposed to last webmonday, where I introduced the idea behind paggr and felt like Marty McFly after his guitar solo in BTTF ;).

Minority Report starring Leo SauermannLeo blogged, too, including funny photos of me (in hacker camouflage). I took some of him in return (see below). He gave an entertaining talk - on Semantic Desktops as you might've guessed - and started the whole thing with a "personal user interfaces in hollywood movies" quiz game, successfully waking up everyone in the room with mozartkugeln as incentive.
Leo presents Nepomuk

Slides from SemWeb Workshop in Hamburg

Talking about SemWeb and Web 2.0 at Edeka
serious now ;-) I ran a SemWeb Workshop in Hamburg this week. Just a small one, less than 10 participants, but it was at EDEKA, Germany's largest food retailer, and I didn't really know what to expect. Luckily, everything went well. Friendly folks and lots of interesting questions/discussions (although they suggested to rename SPARQL, given that SPAR is an EDEKA brand now ;). It still feels a bit strange to talk about RDF and related stuff in german, my slides had some weird english-german messed-up translations. (As usual, I started creating them too late and had the silly idea to "quickly" build an own html slideshow thingy.)

Not sure if it's interesting for anyone reading this blog (it's all in german) but I've uploaded the slides (HTML, navigation via arrow keys or footer bar, TOC via "t", bugs for free). It's not really much, I mainly used them to not drift off too far, and to test Opera's kiosk mode, which is really cool.

Cologne's 2nd Web Montag : "SemWeb and Web 2.0"

Gave a semweb talk at webmontag.
I gave a little talk on "SemWeb and Web 2.0" at yesterday's Web Montag in Cologne. A very nice (and lounge-y) event (BarCamp-like) that I'm surely going to attend again. It's an hour by train away from Essen, so still close enough.
web montag lounge, cologne
Met very interesting and (unexpectedly) also very interested folks. I only had a SemWeb-in-one-slide presentation, but it turned into a nice interactive discussion very quickly, with lots of smart questions, and a 2-hour Q&A afterwards. And we even managed to discuss the possible application of RDF technologies to Web 2.0 software ("mashup-chaining" and the like).

Gartner's Research VP Alexander Linden talked about SemWeb opportunities and problems from an analyst perspective which was very interesting as well.
Gartner Hype Cycle

Thinking about the other demos (The DOJO framework, and a promising group calendaring app called Reminderix), the atmosphere and feedback at Web Montag, and then having a closer look at Gartner's Hype Cycle, I really think it's about time for SemWeb folks to put more effort in getting the mainstream Web community involved (before the Web 2.0 hype reaches the peak). And we need more apps and demos, no matter how simple. Imagine a feed aggregator where you could hover a contributor's name and would get a nice inline profile preview, with a list of the person's last 5 posts, or articles he/she commented on. That sort of stuff. Mentioning Oracle and Adobe raises attention, but as long as there are no convincing and cool Web(!) apps out there, frontend-oriented developers are not likely to invest the time into learning RDF (We know it's not as hard as the critics say, but it's also not as simple as we often claim). We should have high hopes in SPARQL! A small list of impressions (and notes for myself) related to my talk and reactions:
  • people understand the triple (subject-predicate-object) idea and the possibilities of such a generic model, esp. when introduced via known vocabs such as dublin core
  • you lose 'em somewhere between RDFS and OWL (showing a class tree with some annotations can help)
  • they are back when you give a simple SPARQL example
  • "how do I connect my data(base) to the semantic web?"
  • "how do I find the data?"
  • "cool. now, where do I start?"
  • "what does (program) code look like?" (view-source?)
  • "where is the connection to my HTML pages?" (link between the clickable web and the semantic web)
  • "known apps?"
  • "known apps?"
  • "known apps?"
  • "how does such a system handle redundancy and missing information"
  • "which tools would I need, can I work on the lower layers only?"

written in a hurry, may add more points later. The basic thing is that these have been very practical questions, so this is a shout-out (including myself) to provide more hands-on guides and webby demos.

</bla>

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